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Es gibt sogar einen Teddybär-Sonntag!

Eine liebe Freundin hat mir geschrieben, dass es in Wien im 5. Bezirk (der ist sogar nach meiner Freundin benannt!) in einer Kirche sogar einen Teddybär-Sonntag gibt! Und zwar in der „Kellerkirche“ St. Johannes der Täufer in der Margaretenstraße.

Da bringt jeder Messbesucher einen Teddybären in die Kirche mit und am Ende der Messe müssen diese in den Kirchenbänken sitzen bleiben. Da sind sie dann zuerst ganz traurig, weil sie alleine gelassen werden! Sie wissen noch nicht, dass sie dann an Wiener Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen, an Kinder mit Behinderungen und an schwer kranke Kinder verteilt werden.

Heuer waren es 150 Teddybären, wie ich der Aussendung der Erzdiözese Wien entnehmen konnte! Damit ihr mir das glaubt, habe ich mir ein Bild von dort ausgeborgt:

Brumm!

Peter Bull, ein wahrer Freund von uns Bären!

Der englische Schauspieler Peter Bull – der leider schon seit vielen Jahren tot ist – setzte im Flugzeug seinen Teddybären auf den Nebensitz und bat die Hostess, ihn anzuschnallen. In der Londoner «Times» bat er die Leserschaft um persönliche Bärengeschichten. Zweitausend Teddybesitzer schickten ihm daraufhin ihre Geschichten. Darunter waren Erlebnisse, die die Seele jedes Arktophilen aufwühlten, zum Beispiel die des Teddys, der in die Hotelwäscherei geriet.

Peter Bulls hat auch den Club «Good Bears of the World» 1970 im Berner Hotel Bellevue gegründet. Danach schossen überall Teddy­bärenclubs aus dem Boden, in London und New York wurden Teddybär-Zubehörgeschäfte eröffnet. Die «Teddy Tribune» machte ihren Abonnenten Mut: «Alle verstehen, warum es Krieg gibt. Niemand versteht, warum wir Teddies sammeln.» Und weil zu jeder wirklichen Bewegung auch ein geistiger Führer gehört, machte man den amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt zum Schutzpatron.

Peter Bulls saß bei einem Interview in einer Londoner Wohnung, auf deren antikem Mobiliar 56 Bären herumlungerten.  Aus seiner Vestontasche lugte sein Liebling Theodore, keine zehn Zentimeter gross. Mit regelmässigem Griff vergewisserte er sich, dass Theodore noch immer fest in seinem Ausguck sass. «Teddybären sind billiger als Psychiater», sagte er im Interview.  Star seiner Teddytruppe war freilich Aloysius. Seit dessen Auftritt in Evelyn Waughs verfilmtem Roman «Wiedersehen mit Brideshead» konnte er sich neuer Angebote kaum erwehren. «Aber Privatleben», seufzte Peter Bull, «haben wir praktisch keines mehr.» Zum Beispiel wollte er gerade Aloysius zu einem Dreh nach New York mitnehmen. «Doch Lord Whimsley hat ihn zu einem romantischen Wochenende nach Athen einge­laden und mir sehr energisch klargemacht, dass dies für Aloysius’ Karriere wichtiger sei.»

Quellen

https://folio.nzz.ch/2018/oktober/teddy-tour
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/f/f5/Actor_Peter_Bull.jpg (19-11-26)